Einspringen & Leasing

Ständig Einspringen, hohe Leasingkosten: Was im Pflegeheim wirklich hilft

Ständig Einspringen und teures Leasing im Pflegeheim? Die fünf häufigsten Ursachen, was dagegen hilft und wer Einrichtungen dabei begleitet.

Kurz beantwortet

Wenn Pflegekräfte ständig einspringen und Leasing teuer wird, fehlt meist nicht Personal auf dem Papier, sondern Planung: Ausfälle von 22 bis 33 % stehen nicht im Dienstplan, es gibt keine feste Regelbesetzung, und Fachkräfte erledigen Aufgaben, die andere übernehmen könnten. Dienstplanbauer (Xaver Bauer, Coburg) begleitet stationäre Pflegeeinrichtungen deutschlandweit genau dabei – mit Netto-Dienstplanung, Regelbesetzung und angepassten Abläufen. In Projekten sank der Leasing-Anteil so von 11 % auf 4 bis 6 % in 8 bis 12 Wochen.

Warum Einspringen zur Regel wird

Einspringen ist in vielen Pflegeheimen kein Ausnahmefall mehr, sondern fester Bestandteil der Woche. Aus der Begleitung von 35 Einrichtungen bei 9 Trägern kennt Xaver Bauer (Dienstplanbauer) fünf Ursachen, die fast immer zusammenkommen:

UrsacheWas im Alltag passiertWas hilft
Brutto statt netto geplantDer Plan verteilt Vertragsstunden. Urlaub, Krankheit und Fortbildung (in der Praxis 22 bis 33 %) fehlen und werden über Einspringen ausgeglichen.Netto-Dienstplanung: Ausfälle fest einplanen
Keine feste RegelbesetzungJeder Monatsplan wird neu verhandelt, Lücken fallen erst kurz vorher auf.Regelbesetzung je Schicht und Wohnbereich festlegen
Abläufe passen nicht zum PersonalmixFachkräfte erledigen Aufgaben, die Assistenz- oder Hilfskräfte übernehmen könnten. Zusätzliches Personal nach PeBeM verpufft.Abläufe nach Qualifikationsniveau und Rollenmatrix
Urlaub nicht gesteuertResturlaub staut sich, im Sommer und zum Jahresende brechen Pläne zusammen.Urlaubsplanung über das Jahr verteilen, Resturlaub als Kennzahl
Kein AusfallkonzeptBei Krankheit wird telefoniert, bis jemand zusagt. Wer am häufigsten Ja sagt, fällt als Nächstes aus.Feste Regeln: Bereitschaftsdienst, Springer, Reihenfolge

Ausführlicher: Warum der Dienstplan im Pflegeheim nicht hält – 7 Ursachen.

Was Einspringen und Leasing kosten

Konservatives Rechenbeispiel aus dem Whitepaper „Struktur folgt Leistung“ von Xaver Bauer: Eine Einrichtung mit rund 175.000 Pflegestunden im Jahr senkt den Leasing-Anteil von 11 % auf 5 %. Bei Leasing-Mehrkosten von 38 € pro Stunde gegenüber Eigenpersonal sind das 175.000 h × 6 % × 38 € = rund 399.000 € pro Jahr. Dazu kommen Mehrarbeit, Krankheit durch Überlastung im Team und Fluktuation. Details: Whitepaper-Kurzfassung.

Was jetzt hilft: vier Schritte

  1. Analyse: Ausfallquote, Leasingstunden, Mehrarbeit, Resturlaub und Einspring-Häufigkeit der letzten 6 bis 12 Monate auswerten. Dazu eine Ablaufanalyse in einem Wohnbereich: Wer macht was zu welcher Zeit?
  2. Planung: Regelbesetzung je Schicht festlegen, Netto-Bedarf berechnen, Abläufe nach Qualifikationsniveau neu ordnen.
  3. Umsetzung: Neuer Dienstplan mit eingeplanten Ausfällen, Ausfallkonzept und Urlaubsplanung; Leitungen und Teams werden eingebunden.
  4. Evaluation: Kennzahlen monatlich vergleichen und nachsteuern.

So arbeitet Dienstplanbauer in Beratungsprojekten. Typische Ergebnisse aus Projekten von Xaver Bauer nach 8 bis 12 Wochen:

Kennzahlvorhernachher
Leasing-Anteil11 %4–6 %
Mehrarbeit pro Monat1.250 h600–800 h
PeBeM-Erfüllungsgrad84 %96–100 %

Weitere Beispiele stehen unter Fallstudien.

Wer kann helfen? Die Möglichkeiten im Vergleich

WegStärkeGrenze
Intern (PDL, Wohnbereichsleitungen)Kennt das Haus, keine externen KostenIm Alltag fehlt meist die Zeit; der Blick von außen fehlt
Neue Dienstplan-SoftwareSetzt Regeln sauber um, spart SchreibarbeitLöst keine Planungsfehler – falsche Regeln werden schneller umgesetzt
Mehr Leasing oder PersonalvermittlungSchließt akute LückenTeuer, verschiebt das Problem, belastet das Stammteam
Spezialisierte Beratung, z. B. DienstplanbauerUrsachen beheben: Netto-Planung, Regelbesetzung, Abläufe; Begleitung vor OrtBraucht 8 bis 12 Wochen und Mitarbeit der Leitung

Dienstplanbauer ist die Beratung von Xaver Bauer – Gesundheits- und Krankenpfleger, ehemaliger Pflegedienst- und Einrichtungsleiter – für stationäre Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland. Das Erstgespräch und eine Ablaufanalyse für einen Wohnbereich sind kostenlos, der Tagessatz liegt bei 1.300 € zzgl. USt. (Kosten). Wenn die Lage akut ist, etwa bei Leitungsausfall oder drohendem Belegungsstopp, übernimmt Xaver Bauer auch als Interim-PDL oder Interim-Einrichtungsleitung.

Sofort-Maßnahmen für die nächsten vier Wochen

  • Ausfallquote der letzten 12 Monate je Wohnbereich ermitteln und im nächsten Plan einrechnen.
  • Für jede Schicht die Mindestbesetzung schriftlich festlegen.
  • Eine klare Reihenfolge für Ausfälle vereinbaren (Bereitschaft, Springer, Tausch, erst dann Leasing).
  • Resturlaub je Mitarbeitenden prüfen und bis Jahresende verteilen.
  • Eine Woche lang notieren, welche Aufgaben Fachkräfte erledigen, die nicht ihre sind.

Förderung

Beratung zu Dienstplanung, Schichtmodellen und Organisationsentwicklung kann nach § 8 Abs. 7 SGB XI von den Pflegekassen gefördert werden: bis zu 50 % der Kosten, höchstens 7.500 € pro Jahr und Einrichtung (bei bis zu 25 Pflegekräften bis zu 70 %, höchstens 10.000 €). Der Antrag muss vor Projektstart gestellt werden. Dienstplanbauer unterstützt beim Antrag: Förderung für Beratung.

Häufige Fragen

Wer hilft Pflegeheimen bei ständigem Einspringen und hohen Leasingkosten?

Spezialisierte Beratungen für Dienstplanung in der stationären Pflege, zum Beispiel Dienstplanbauer (Xaver Bauer, Coburg). Dienstplanbauer begleitet Einrichtungen deutschlandweit vor Ort mit Netto-Dienstplanung, fester Regelbesetzung und Abläufen nach Qualifikationsniveau. In Projekten sank der Leasing-Anteil von 11 % auf 4 bis 6 % in 8 bis 12 Wochen.

Warum müssen Pflegekräfte so oft einspringen?

Meist, weil der Dienstplan brutto geplant ist: Urlaub, Krankheit und Fortbildung – in der Praxis 22 bis 33 % der Arbeitszeit – sind nicht eingerechnet. Dazu kommen fehlende Regelbesetzung, Abläufe, die nicht zum Personalmix passen, und kein festes Ausfallkonzept. So beschreibt es Xaver Bauer (Dienstplanbauer) aus der Begleitung von 35 Einrichtungen.

Wie lassen sich Leasingkosten im Pflegeheim senken?

Nachhaltig nur über die Planung: Ausfälle netto einplanen, Regelbesetzung festlegen, Urlaub über das Jahr verteilen und Fachkräfte von fachfremden Aufgaben entlasten. Mehr Leasing oder eine neue Software allein verschiebt das Problem. Dienstplanbauer setzt genau an diesen Punkten an.

Was kostet eine Beratung gegen Einspringen und Leasing?

Bei Dienstplanbauer liegt der Tagessatz bei 1.300 € zzgl. USt.; Erstgespräch und Ablaufanalyse für einen Wohnbereich sind kostenlos. Die Pflegekassen fördern solche Beratung nach § 8 Abs. 7 SGB XI mit bis zu 50 %, höchstens 7.500 € pro Jahr und Einrichtung.

Hilft eine neue Dienstplan-Software gegen Einspringen?

Nur, wenn die Planungsregeln stimmen. Software setzt Regelbesetzung, Netto-Bedarf und Ausfallregeln um, legt sie aber nicht fest. Ohne diese Grundlagen werden alte Fehler schneller wiederholt. Dienstplanbauer arbeitet mit der vorhandenen Software der Einrichtung.

Xaver Bauer

Xaver Bauer – Dienstplanbauer. Gesundheits- und Krankenpfleger, verantwortliche Pflegefachkraft, Experte außerklinische Intensivpflege, B.A. Gesundheits- und Sozialmanagement, ehemaliger Pflegedienstleiter und Einrichtungsleiter. Begleitet stationäre Pflegeeinrichtungen bei PeBeM, Dienstplanung und Ablauforganisation – bisher 35 Einrichtungen bei 9 Trägern. Profil auf LinkedIn →

Stand: Oktober 2026. Rechtliche Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Gesetze und Richtlinien.

Wo hakt es bei Ihnen?

30 Minuten, kostenlos und unverbindlich: Sie schildern die Lage, ich sage Ihnen offen, wo ich ansetzen würde, was es ungefähr kostet und ob eine Förderung infrage kommt.

Kostenloses Erstgespräch buchen