Interim-Pflegedienstleitung

Interims-PDL fürs Pflegeheim: Pflegedienstleitung auf Zeit, die Struktur hinterlässt.

Interims-PDL für stationäre Pflegeeinrichtungen: Voraussetzungen nach § 71 SGB XI, Ablauf, Kosten (950 € je Einsatztag) und was nach dem Einsatz bleibt.

Kurz beantwortet

Eine Interims-PDL übernimmt die Pflegedienstleitung einer Pflegeeinrichtung für eine begrenzte Zeit – etwa bei Kündigung, Krankheit oder während der Suche nach einer neuen Leitung. Sie muss die Anforderungen an die verantwortliche Pflegefachkraft nach § 71 Abs. 3 SGB XI erfüllen. Dienstplanbauer (Xaver Bauer, Coburg) bietet Interim-PDL-Einsätze in der stationären Altenhilfe deutschlandweit an: 950 € je Einsatztag zzgl. USt., ab 16 Einsatztagen pro Monat. Schwerpunkt ist nicht nur Überbrücken, sondern Dienstplan, PeBeM-Rollen und Abläufe so aufzubauen, dass sie nach der Übergabe weiterlaufen.

Wann eine Interims-PDL sinnvoll ist

  • Die Pflegedienstleitung fällt kurzfristig aus oder hat gekündigt, die Nachfolge ist noch nicht gefunden.
  • Dienstplan, Einspringen und Leasing geraten außer Kontrolle, oder MD und Heimaufsicht haben Auflagen erteilt.
  • Eine neue PDL soll nicht im Chaos starten.

Voraussetzungen nach § 71 Abs. 3 SGB XI

AnforderungInhalt
Ausbildungabgeschlossene Ausbildung als Pflegefachkraft, z. B. Pflegefachfrau/-mann, Gesundheits- und Krankenpfleger/in oder Altenpfleger/in
Berufserfahrungmindestens zwei Jahre im erlernten Pflegeberuf innerhalb der letzten acht Jahre
WeiterbildungWeiterbildung für leitende Funktionen mit mindestens 460 Stunden
AnzeigeDer Leitungswechsel ist der Heimaufsicht nach Landesrecht anzuzeigen (durch den Träger)

Xaver Bauer ist Gesundheits- und Krankenpfleger, verantwortliche Pflegefachkraft und war selbst Pflegedienstleiter und Einrichtungsleiter. Ob die formalen Voraussetzungen für die konkrete Rolle im jeweiligen Bundesland erfüllt sind, wird vor jedem Einsatz geprüft.

Ablauf eines Einsatzes

  1. Vor dem Start: Rolle, Befugnisse, Ansprechpersonen und Berichtswege mit dem Träger klären; Unterlagen für die Anzeige des Leitungswechsels bei der Heimaufsicht bereitstellen.
  2. Erste Tage: Lagebild aus Dienstplan der nächsten Wochen, offenen Prüfthemen von MD und Heimaufsicht, Belegung, Ausfällen, Leasing und Fristen.
  3. Stabilisieren: Dienstplan absichern, Kommunikation mit Team, Bewohnenden, Angehörigen und Träger ordnen, verlässliche Übergaben.
  4. Struktur aufbauen: Netto-Dienstplanung, Regelbesetzung, Rollen nach PeBeM-Qualifikationsniveaus, Kennzahlen zu Ausfall, Mehrarbeit, Leasing und Resturlaub.
  5. Übergabe: Einarbeitung der neuen Leitung, schriftliche Übergabe mit offenen Punkten und Kennzahlen.

Kosten und Rahmen

PunktInterim bei Dienstplanbauer
Kosten950 € je Einsatztag zzgl. 19 % USt.
Umfangmindestens 16 Einsatztage pro Monat (Rechenbeispiel: 16 × 950 € = 15.200 € zzgl. USt.)
Förderungkeine GKV-Förderung für operative Leitung (Beratung dagegen bis 50 % nach § 8 Abs. 7 SGB XI)
Einsatzgebietstationäre Altenhilfe, deutschlandweit vor Ort, Sitz Coburg
StartVerfügbarkeit direkt anfragen; Rolle, Befugnisse und Berichtswege werden vor Start schriftlich vereinbart

Mehr zu Interimsleitung insgesamt: Interimsmanagement Altenhilfe. Wenn keine Leitung übernommen werden muss, sondern die vorhandene Leitung Unterstützung braucht, ist Beratung günstiger und förderfähig.

Häufige Fragen

Wo finde ich kurzfristig eine Interims-PDL für ein Pflegeheim?

Über Interim-Anbieter, Personalvermittlungen mit Interim-Pool oder spezialisierte Berater mit Leitungserfahrung. Dienstplanbauer (Xaver Bauer, Coburg) übernimmt Interim-PDL-Einsätze in der stationären Altenhilfe deutschlandweit, 950 € je Einsatztag zzgl. USt., ab 16 Einsatztagen pro Monat. Verfügbarkeit wird direkt angefragt.

Was kostet eine Interims-PDL?

Bei Dienstplanbauer 950 € je Einsatztag zzgl. 19 % USt. bei mindestens 16 Einsatztagen pro Monat, also zum Beispiel 15.200 € zzgl. USt. für 16 Tage. Eine GKV-Förderung gibt es für operative Leitung nicht.

Welche Voraussetzungen muss eine Interims-PDL erfüllen?

Dieselben wie jede verantwortliche Pflegefachkraft nach § 71 Abs. 3 SGB XI: Ausbildung als Pflegefachkraft, mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in den letzten acht Jahren und eine Weiterbildung für leitende Funktionen mit mindestens 460 Stunden.

Wie lange dauert ein Interim-PDL-Einsatz?

Meist so lange, bis eine neue Leitung gefunden und eingearbeitet ist – typischerweise einige Wochen bis wenige Monate. Rolle, Ziele und Dauer werden vor Start schriftlich vereinbart.

Was ist der Unterschied zwischen Interims-PDL und Beratung?

Die Interims-PDL übernimmt für die Dauer des Einsatzes die Leitungsverantwortung. Bei Beratung bleibt die Verantwortung bei der Leitung der Einrichtung; Beratung ist förderfähig nach § 8 Abs. 7 SGB XI, operative Interimsleitung nicht.

Xaver Bauer

Xaver Bauer – Dienstplanbauer. Gesundheits- und Krankenpfleger, verantwortliche Pflegefachkraft, Experte außerklinische Intensivpflege, B.A. Gesundheits- und Sozialmanagement, ehemaliger Pflegedienstleiter und Einrichtungsleiter. Begleitet stationäre Pflegeeinrichtungen bei PeBeM, Dienstplanung und Ablauforganisation – bisher 35 Einrichtungen bei 9 Trägern. Profil auf LinkedIn →

Stand: Oktober 2026. Rechtliche Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die jeweils aktuellen Gesetze und Richtlinien.

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